Samstag, 5. Oktober 2013

Imperfect Match: Liebe ist eigenwillig - Ina LINGER & Cina BARD


Quelle: Inalinger.de

Alles könnte für Emma so wundervoll sein. Sie fährt mit ihrem besten Freund und Mitbewohner Colin, in den sie heimlich verliebt ist, für fünf Tage nach London und trifft sich dort auch noch mit ihrer Internet-Freundin Anna, alias Midnightrider, um diese endlich mal persönlich in die Arme schließen zu können. Allerdings gibt es an der ganzen Geschichte einen kleinen Haken: Emma hat sich bei Anna als Mann ausgegeben und wagt es nicht, diesen Betrug zuzugeben, weil sie ihre momentan beste Freundin nicht verlieren will. Ihr bleibt somit keine andere Wahl, als auf Colins großzügiges Angebot, sich für sie auszugeben, einzusteigen und ihren Plan ihn auf der Reise zu verführen, den neuen Umständen anzupassen.
So richtig kompliziert wird alles allerdings erst, als Colin deutliches Interesse an Anna zeigt und Annas Bruder Ben zusätzlich nicht nur ständig Emmas sorgsam ausgefeilte Pläne durchkreuzt, sondern auch noch ihre Gefühlswelt gehörig durcheinanderwirbelt.
(Quelle:Inalinger.de)




In der heutigen Zeit hat wohl jeder von uns schon erlebt, dass das Netz viele komische Figuren hervorbringt. Sogar ich habe mich schon als jemand anders ausgegeben. Okay, ich habe behauptet, ich sei glücklich verheiratet, obwohl ich unglücklich Single war. Das ist vielleicht nicht ganz so schlimm, wie sein Geschlecht zu ändern, aber ihr versteht, worauf ich hinaus will. Grundsätzlich sollte man jedem im Netz mit Vorsicht und dem nötigen Respekt begegnen, denn die Anonymität des Internets erlaubt es nun mal, die Wahrheit großzügig zu verzerren.

Und genau diesen Vorteil nutzt auch Emma. In einem Forum zu einem Computerspiel gibt sie sich als Mann aus, da sie befürchtet, Frauen werden unter den Gamern nicht so akzeptiert wie Männer. Von nun an ist Shadowhunters „richtiger“ Name also Colin, nicht mehr Emma. Das funktioniert super, ist sie einfach sie selbst, nur mit vertauschten Geschlechtern und Namen. Online-Colin (aka Real-Emma) ist in Online-Emma (aka Real-Colin) verliebt, aber Online-Emma/Real-Colin weiß nichts von Online-Colins/Real-Emmas Gefühlen. Okay, so klingt es ziemlich kompliziert, aber die beiden Autorinnen schaffen es, dass es im Buch total verständlich daher kommt.

Als Real-Colins Urlaubsdate absagt und er Emma fragt, ob diese ihn nicht nach London begleiten will, beginnt das Chaos London, wo Anna wohnt. Und Anna lädt Emma direkt ein, sich doch dort zum ersten Mal zu treffen. Aber wie soll das gehen? Anna denkt doch, Emma sei Colin. Real-Colin lässt sich nicht lumpen und verspricht, sich als Shadowhunter auszugeben. Dass das nicht gut geht, ist wohl jedem klar.

Ich will ehrlich sein. Das Ende ist vorhersehbar. Trotzdem ist der Weg zum Ziel lustig, er ist es wert, mit den Figuren begangen zu werden. Gerade für mich als London-Fan war es wie ein Kurzurlaub vom Sofa aus. „Da war ich auch schon mal.“ Und „Oh Gott, da hab ich auch stundenlang angestanden.“ Oder „Nee, da hab ich mich nicht getraut.“ Mir kam immer wieder die Frage auf, wie Emma das Ruder rumreißen möchte. Irgendwann muss sie Anna doch die Wahrheit sagen, aber wie wird es passieren und wie wird Anna reagieren.

Ich habe es sehr genossen!

4 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Also lustige Geschichten mag ich auch.

    LG..Karin..

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  2. Hallo!

    Das klingt nach einem tollen Buch für einige schöne Stunden Unterhaltung :) Und die Rezension ist auch sehr schön geschrieben!

    Liebe Grüße,
    Fräncis

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