Freitag, 19. Juli 2013

Gib mir meinen Stern zurück - Amanda FROST



Quelle: Handykamera

Dass ausgerechnet ein Chaot wie Rafael seinen Planeten Siria vor dem Aussterben retten soll, hätte er selbst nie für möglich gehalten. Und doch findet er sich plötzlich in München wieder, um mit der bildschönen, aber egozentrischen Schauspielerin Angelina Russo für Nachwuchs zu sorgen. Dummerweise gibt es nichts, was die bissige Diva mehr verabscheut als Kinder. Pech für Rafael – und
Glück für Valerie, Angelinas Assistentin. Denn im Gegensatz zu ihrer Chefin ist sie zutiefst von dem attraktiven Mann mit den überirdisch strahlenden Augen fasziniert. Und spätestens als sie ein zottiges Tier in seiner Wohnung findet, das nicht von dieser Welt zu sei scheint, gerät ihrer beider Leben mächtig aus den Fugen.
(Quelle: Klappentext)


Stell dir vor, dein Planet ist kurz vor dem Aussterben, weil alle Frauen entweder tot oder unfruchtbar sind (ein Virus!). Du wirst auf die Erde geschickt, weil die Menschen dort deiner eigenen Rasse genetisch recht ähnlich sind. Der Regierungsrat deines Planeten hat eine Frau als deine Zukünftige ausgewählt, die deiner verstorbenen Frau (der Virus!) zum Verwechseln ähnlich sieht. Du wirst bei ihr eingeschleust, findest sie super und kannst es kaum erwarten, mit ihr Kinder zu bekommen. Und dann sagt sie:


Es gibt nichts auf der Welt, was ich abgrundtiefer hasse als Kinder. Sie sind wie Ratten. Sie übertragen Krankheiten." Seite 109


Dass das nicht gerade einfach wird, ist wohl jedem klar. Rafael, der mit den Gepflogenheiten auf der Erde sowieso noch so seine Probleme und Angst vor Blondinen generell hat, kann einem manchmal wirklich leidtun.

Wie für das Genre üblich (ich ordne es in Chick-Lit mit einem Hauch Fantasy ein), ist einem ziemlich schnell klar, wie es am Ende ausgehen wird, das tut der Sache aber keinen Abbruch. Auf dem Weg zum Ziel hat man auf jeden Fall viel Spaß mit einer zickigen Diva, einer tollpatschigen Assistentin und einem charmanten Außerirdischen mit leichten Sprachfehlern. Meine „OMG was tust du?!“-Momente fehlten dabei genauso wenig, wie laute Lacher mit anschließenden Fragen meines Vorgesetzten: „Alles gut bei dir?“ Ja, war grad lustig, verstehst du nicht. (Nein, Buch ist lila. Das kann nicht lustig sein.)

Rafael bekommt für seine Zeit auf der Erde einen Sprachcomputer eingepflanzt (glaube ich zumindest), durch den er die wichtigsten Sprachen der Erde fließend beherrscht. Dieser kann allerdings keine Umgangssprache. Da kommen dann Redewendungen raus wie


„Oh, das erklärt[,] den brennenden Reifen, den Sie fahren.“ (S. 73)


Irgendwann war es dann so weit, dass ich selbst erst überlegen musste, ob diese Redewendungen denn nun falsch waren oder nicht. Ja, bis sie dann verbessert wurden.


„Ach, Sie meinen heißen Reifen?“ (S. 73)


Okay, stimmt, da war was. Diese Versprecher kamen glücklicherweise nicht zu häufig vor, es ging mir also nicht auf die Nerven und jedes Mal musste ich schmunzeln.

Ich fand so ziemlich alle Charaktere so, wie es sicherlich auch geplant ist. Rafael und Valerie sind beide goldig, wecken auch beide in mir den Beschützerinstinkt, weil sie irgendwie so tollpatschig sind. David ist und bleibt für mich einfach nur ein lustiger Mann, der es mit niemandem wirklich ernst meint, Valeries Exmann und Angelina sind mir negativ aufgefallen. Angelina durch ihre Drogen-, Alkohol- und Zigarettenexzesse, der Exmann aufgrund seines schlechten Verhaltens Valerie gegenüber. Aber wie gesagt, ich bin fest davon überzeugt, dass es auch so beabsichtigt war.

Gib mir meinen Stern zurück hat mir sehr gut gefallen und ich bin entzückt, dass es einen Nachfolger geben wird, der wohl auch schon im Oktober erscheint.

Spaß hatte ich!


4 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Hallo Christina,

    ja da ist mir die nette Blogtour in Erinnerung geblieben.

    LG..Karin..

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    1. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Blogtouren eher aus dem Weg gehe. Ich lese sie nicht und habe noch nie drüber nachgedacht, aktiv an einer teilzunehmen. Wobei mich auch noch nie jemand gefragt hat, aber ich würde wohl eh nur absagen.

      Mir hat es auf jeden Fall gut gefallen.

      Christina

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  2. Hallo Christina,

    nun da ich keine Bloggerin bin. Ist das für mich als normale Leserin halt mal eine gute Gelegenheit an eine Buch kostenlos heran zu kommen. Denn diese Blogtouren sind meistens am Ende mit einem Buch/EBook oder ähnlichem Gewinnmöglichkeiten verbunden.

    LG..karin..

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    1. Auch ich als Blogger nehme an Gewinnspielen teil. Da ist ja nichts böses bei. Dafür gibt es die ja. Und wenn es dir gefällt, ist es doch super. Dafür sind sie da!

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