Montag, 15. April 2013

Weltenspur - Dagmar Helene SCHLANSTEDT



Quelle: bookshouse.de
Marka ist 14, als ihre Träume ihr einen Schock versetzen. Was sie träumt, findet sie in den alten Büchern ihrer Großmutter wieder. Um einen Zufall auszuschließen, forscht sie mit ihrem Bruder Claudio nach. Sie folgen den Spuren aus Träumen und Geschichten und werden in den Tiefen einer Kupfermine auf gespenstische Weise nach Witara katapultiert. Die mystische Welt existiert wirklich, doch ein skrupelloser Ausgestoßener treibt das friedliche Witara auf den Untergang zu. Der zukünftige Erste Daanjo ist ermordet worden und niemand scheint zu wissen, wie es weitergehen soll. Mithilfe von Kujo finden sie ein heiliges Refugium, das ihnen einen Blick in vergangene Daseinsebenen gestattet. Sie brauchen dieses Wissen zurück bis zum Anbeginn der Zeit, um dem Wahnsinnigen entgegen- treten zu können. Marka und Claudio glauben, dem Geheimnis auf die Spur gekommen zu sein, doch die Bedrohung nimmt erst ihren Anfang …
(Quelle: bookshouse.de)




Ich durfte das Buch bereits vor Erscheinen als Korrekturleser beim BooksHouse Verlag lesen (Bewerben kann man sich dafür übrigens hier). Das Buch ist 416 Seiten lang, die ich in überschaubaren fünf Tagen gelesen habe (Samstag bis Mittwoch). Dafür noch mal einen herzlichen Dank an das Team von BooksHouse.

In diesem Buch begleiten wir Marka als Ich-Erzählerin, die mit mehr Glück als Verstand nach Witara gelangt. Dort stellt sie fest, dass ihre Vorfahren von dort kommen, sie also zum Teil auch Witarier ist. Marka und ihr Bruder Claudio – ich gebe hier übrigens einem Ausspruch von Marka recht: Es heißt Marko und Claudia – werden vom Führer der Witarier, Rusto, aufgenommen. Dieser erzählt den beiden vom Unfalltod seiner Frau und seines Sohnes. Dann hat Marka eine Vision von Daanjo. Er lebt also noch und ist nicht gestorben. Rusto schickt sofort Marka, Claudio und Daanjos besten Freund Kujo auf die Reise, seinen verloren geglaubten Sohn nach Hause zu holen. Dabei erleben die drei natürlich eine Menge wilder Abenteuer.

Die Zielgruppe des Buches entspricht dem Alter unser Protagonisten, also etwa 13 bis 16. Die Sprache ist entsprechend salopp, was hier aber gar nicht weiter stört.

Die wichtigsten Charaktere besaßen Tiefe und wurden dabei auch – zumindest für mich – ausreichend genug beleuchtet und beschrieben. Es gibt einige Nebenrollen, auf deren genauere Beschreibung man aber durchaus verzichten kann, weil sie nur am Rande auftauchen. Ein wenig haben sie mich an die verlorenen Jungs bei Peter Pan erinnert. Sie waren immer da, aber man kannte von allen nur das eine, verbindende Merkmal (sie alle hatten keine Mama, ihr erinnert euch?).

Die Geschichte war spannend beschrieben, die Fantasie-Welt Witara ist ein wunderschöner Ort, der für meinen Geschmack nur etwas zu perfekt war. Das Ende kam mir ein bisschen zu plötzlich, nachdem es sich etwa  412 Seiten aufgebaut hat, war es dann in 3 Seiten vorbei. Das war etwas schade, aber man kann darüber hinweg sehen. Ich habe mich – trotz fleißigem Fehlersuchens – durchweg unterhalten gefühlt, ich habe mich auch in der Jugendsprache nicht allzu häufig alt gefühlt. Bei einigen Ausdrucken dachte ich schon „Oh Mann, muss das sein?“, aber da ich die Zielgruppe vor Augen hatte, war es durchaus in Ordnung.

Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich in eine fremde Welt entführen lassen will, in der man mit außergewöhnlichen Pflanzen, Tieren und Fähigkeiten lernt, was man mit Freundschaft und Zusammenhalt alles erreichen kann.

4 von 5 Sternen

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