Mittwoch, 24. April 2013

Mit Kommissaren spielt man nicht - Andrea SEIDL



Quelle: andrea-seidl.de
Uli ist Hauptkommissarin in Regensburg und seit eineinhalb Jahren mit ihrem Chef Daniel liiert. Doch der ist leider verheiratet. Aber das wird sich ändern, denkt Uli,

Natürlich kommt es ganz anders. Daniel macht mit Uli Schluss und zwingt sie, sich nach München versetzen zu lassen. Bis dahin muss sie mit Daniel klarkommen, während sie beide in einem Mordfall ermitteln, dessen Hauptverdächtiger ausgerechnet ein gewisser Leo Lebowski ist, zu dem Uli sich schon zwei Jahre zuvor auf seltsame Weise hingezogen fühlte.
und räumt im Geiste schon die Wohnung um, damit Daniel bei ihr einziehen kann.
(Quelle: amazon.de)

 

Wieder ein Buch, das vom Fremdgehen lebt.

Ulrike, genannt Uli, ist also seit 1,5 Jahren mit Daniel zusammen. Als dieser dann am „Halbjahrestag“, von dem Uli ein riesen Tamtam macht, mit ihr Essen gehen will, räumt sie zu Hause schon den halben Kleiderschrank aus, weil sie der festen Überzeugung ist, Daniel wolle sich von seiner bildhübschen und vor allem reichen Frau trennen, um bei Uli in die 2-Zimmer-Wohnung mit 1,40m breitem Bett einzuziehen. Für eine 32jährige Frau, die dazu noch Polizistin ist, finde ich das reichlich naiv. Und mal ehrlich, wie viele Männer trennen sich für ihre Affären von der Ehefrau/Familie?

Natürlich verlässt Daniel seine reiche Frau nicht, sondern macht mit Uli Schluss und sorgt dafür, dass sie umzieht. Ich habe grad mal Google Maps befragt, zwischen Regensburg und München liegen knappe 130 km.

Uli leidet natürlich wie verrückt, zwischendurch soll sie an einem Mordfall mitarbeiten, schließlich ist sie bei der Kripo.

Dann zieht sie um, und lernt direkt den nächsten Mann kennen. Einen Monat vorher hat „ihre große Liebe“ mit ihr Schluss gemacht und nu das.

Ich bin an sich ein großer Freund von offenen Enden und Fortsetzungen. Hier aber endet die Geschichte mittendrin und ohne, dass großartig was passiert wäre. Stellt euch den ersten Teil von Harry Potter vor und es endet an Halloween, nachdem die drei bis dahin noch nicht Freunde den Troll besiegt haben. Anscheinend wurde der Autorin geraten, das Buch zu teilen, ich finde es aber hier wenig angebracht.

Ich glaube, die Autorin würde das Buch gern als Frauen-Krimi einordnen. Ein Frauenroman ist es allemal, erfüllt es doch die gängigen Kriterien: Frau, Mann, Liebe, Kaputt, Trauer, neue Liebe. Beim Krimi fehlt mir irgendwie die Mitarbeit unserer Protagonistin.

Insgesamt erscheint sie mir sehr naiv, manchmal sogar fast dumm. Wo mir ständig eindeutige Hinweise auffallen, sollte sie als Polizistin doch extra geschult sein, so etwas zu bemerken. Uli läuft hier durch die Geschichte, als gäbe es kein Morgen. Sie ist egoistisch, kümmert sich kaum um die Belange ihrer Freunde, ist häufig abweisend, gar zickig und war mir insgesamt einfach nicht sympathisch.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass Ulrike vielleicht ein kleines Alkoholproblem hat. Sie hat jeden Tag in der Geschichte Alkohol getrunken, mehr als einmal auch über die Maßen. Von der Trunkenheit am Steuer wollen wir mal gar nicht anfangen. Vielleicht bin ich auch einfach nur der totale Anti-Alkoholiker, weil ich höchstens 1 bis 2 Mal im Monat Alkohol trinke, aber niemals unter der Woche.

Alles in allem bin ich von dem Buch leider ziemlich enttäuscht. Die Handlungen der Protagonistin waren für mich 95% der Zeit nicht nachvollziehbar, ich fand sie außerdem die meiste Zeit zu naiv für ihr Alter/ihren Beruf. Das Ende war hier nicht offen, man hat einfach ein wahrscheinlich (ich kenne ja den zweiten Teil nicht) in sich geschlossenes Buch in der Mitte geteilt. Es gibt hier auch keinen Cliffhanger, der mir Lust auf den nächsten Teil machen würde.

3 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Das Cover ist aber schon ein bisschen grausam :D

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    1. Ich bin so froh, dass du das auch findest.
      mir gefällt es auch gar nicht :(

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  2. Was habt Ihr für Verbesserungsvorschläge? Bitte bedenkt, daß ich kein Grafiker bin?
    Viele Grüße,
    Andrea Seidl

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    1. Hallo,

      ich finde, das Cover sieht einfach unprofessionell aus. Ich bin auch kein Grafiker und habe für sowas auch gar kein Talent. Ich habe schon Kunst verabscheut. Alle meine Verbesserungsvorschläge wären sicherlich alle eher für einen Grafiker.

      :(

      Christina

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