Samstag, 24. November 2012

Shades of Grey (2): Gefährliche Liebe - E.L. JAMES

Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt - eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann ...
(Quelle: amazon.de)




Ich kann Spoiler aus dem ersten und aus dem zweiten Teil der Reihe bei dieser Rezension nicht vermeiden. Seid gewarnt. Weiterlesen auf eigene Gefahr!


Fand ich Band 1 noch mittelmäßig, war dieses Buch eine reine Qual. Das vorweg.


Es gibt so vieles, was mich an diesem Buch stört und so wenig, was mir gefällt.


In meiner Besprechung zum ersten Teil habe ich es nicht erwähnt, obwohl es mich schon gestört hat. Aber ich kann nicht länger schweigen: Anastasias innere Göttin und ihr Unterbewusstsein gehen mir so tierisch auf die Nerven, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Andauernd kommen da Sätze wie "meine innere Göttin springt nackt auf und ab und will, dass ich es ihr gleich tue" (frei zitiert). Mein Gott, Weib. Entweder willst du dich ausziehen, oder nicht. Man könnte es irgendwie auch so sehen: Die innere Göttin sitzt als Nutte Teufel auf Anastasias linker Schulter und will sie mehr oder weniger zum SM-Sex zwingen. Das Unterbewusstsein sitzt als böse Lehrerin Engel auf der rechten Schulter und droht mit strengem Blick und erhobenen Zeigefinger. Beinah ist es so, als wäre Anastasia eine gespaltene Persönlichkeit, nur dass ihre Alter Egos nicht an die Oberfläche kommen.


Anastasia belügt sich selbst. Immer wieder behauptet sie, dass Christian ihr keine Angst mehr macht und sie nicht weiter einschüchtert. Dabei scheint sie selbst gar nicht zu bemerken, dass er das wohl macht. Sie sagt etwas "böses", Christian guckt einmal bisschen böse und AUGENBLICKLICH rudert Ms Steele zurück, entschuldigt sich für ihre eigene Meinung und redet Christian nach dem Mund. Damit er nur nich böse wird. Der Junge ist 28 Jahre alt. Er muss irgendwann mal lernen, dass er nicht immer Recht hat und auch andere Meinungen gelten.


Das sieht man auch daran, dass Anastasia total entsetzt ist, als Eure königliche Hoheit Christian I. ihr ohne Betteln erlaubt, ihren langjährigen Kumpel José zu treffen. Eigentlich müsste sie ja nicht mal fragen. Ich würde meinen Freund nicht fragen, ob ich meinen Kumpel treffen darf. Das kann mir (und ihr auch nicht!!) doch niemand verbieten.


Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Verfechter der überstürzten Ehe bin. Die beiden kennen sich zu Ende des Buches wie lang? Etwa zwei Monate? Und sind da quasi zwei Wochen fest zusammen. Und Christian macht Ana einen Antrag, den sie annimmt? Nach zwei Wochen Beziehung??? Man merkt, dass es für beide die erste Beziehung ist. Immer wieder können wir es bei Schwiegertochter gesucht, Bauer sucht Frau und anderen Kuppelshows sehen: Wer keine Erfahrungen mit Frauen hat, ist immer sofort bis über beide Ohren verliebt und will sofort heiraten. Hier ist es nicht anders. Immerhin haben Ray und Anas Mutter erst mal etwas geschockt reagiert. Meiner Ansicht nach haben sie sich aber auch zu schnell umstimmen lassen, als das es realistisch wirken könnte.


Das einzig Positive an der Geschichte war Mrs. Robinson, die endlich als die Kinderschänderin gesehen wurde, wie Ana es von Anfang an tat. Wow, Anastasia war schlauer als Christian. Hurra.


Das wars dann aber auch mit den positiven Sachen.


Ich fand das Buch einfach nur grottig, es war eine Qual, es zu lesen. Ich habe es durchgehalten und stecke zur Belohnung nicht nur einen Euro in die Spardose, sondern drei!


Mrs. Robinson hat meine Bewertung um einen ganzen Punkt hochgezogen...
1 von 5 Sternen

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