Freitag, 2. November 2012

Peter und der Wolf: Eine Halloweengeschichte - Hannah SIEBERN



 BTW: Happy 100th post to myself :)




Quelle: amazon.de
Peter liebt Halloween. Cassandra nicht.

Peter ist zwölf und würde nichts lieber tun, als auf Süßes-oder-Saures-Tour zu gehen. Doch ausgerechnet die Halloweennacht soll er bei seiner Mutter verbringen, wo er sein Zimmer noch nie verlassen durfte. Dabei hat er doch so fleißig an seinem Kostüm gebastelt ...

Cassandra ist Nachtjägerin. Für Geld jagt sie Vampire, Werwölfe und andere Monster. An Halloween erhält sie jedoch einen ganz besonderen Auftrag: Ein Werwolf-Welpe ist von seinem Rudel ausgerissen und mischt sich unter die verkleideten Menschen. Mit diesen Biestern hat sie sowieso noch eine Rechnung offen …
(Quelle: amazon.de)



Peter ist ein Scheidungskind. Er lebt bei seinem Vater und wird nur in für ihn unregelmäßigen Abständen zu seiner Mutter gebracht. Warum sie ihn sehen will, versteht er nicht, da er sein Zimmer nie verlassen darf, wenn er dort ist. Er darf die Vorhänge am Fenster nicht berühren und schläft immer vor Einbruch der Dunkelheit ein. Doch warum gerade an Halloween? Dieses Mal trinkt er die warme Milch, die seine Mutter ihm immer vorm Einschlafen bringt, nicht und schaut dem lustigen Treiben auf der Straße zu.
Und dann hört er ein komisches Geräusch aus dem unteren Stockwerk und beschließt, zu tun, was er noch nie getan hat: er verlässt gegen den Willen seiner Mutter sein Zimmer, um nachzusehen, was das für ein Krach ist.

Er tapert also die Treppe runter und findet seine zum Werwolf mutierte Mutter (der arme Junge wusste davon nichts!) vor, die gerade dabei ist, einen Mann zu zerfleischen. Peter macht das einzig Vernünftige – er flieht!

Sein größter Wunsch ist nun, so schnell wie möglich zurück zum Vater nach Wolfsburg (hahahaha, ein Werwolf in Wolfsburg? Super, Hannah!) zu kommen, doch wie soll er mit seinen zwölf Jahren im großen Berlin den Hauptbahnhof finden? Da wird er von einer netten alten Dame angesprochen, die sich seiner annimmt. Schon bald merkt Peter, dass die Dame ihm einen vorgeflunkert hat und er in großer Gefahr steckt. Da kommt dann Cassandra ins Spiel, die den Jungen eigentlich verabscheut, weil sie Werwölfe generell nicht mag, aber dann rettet sie ihn doch.

Diese Geschichte ist total toll für zwischendurch. Sie hat in etwa achtzig Printseiten und eignet sich meiner Meinung nach auch für noch etwas jüngere Kinder. Ich würde sie keinem Kind unter zwölf geben, aber ich habe ja auch Angst, wenn ich nachts im Bett Bartimäus höre…

Ich fand die Geschichte spannend, zwischendurch auch lustig und manchmal sogar ein bisschen traurig. Das Ende kam ein bisschen plötzlich, ich war noch mitten drin und dann stand da auf einmal „Ende“, aber im Grunde genommen wurde alles Wichtige auch gesagt. Das Ende ist aber trotzdem so gestaltet, dass man noch eine Fortsetzung schreiben könnte. 

Besonders interessant finde ich den Gutscheincode am Ende des Buches mit dem man ein Exemplar von Hannahs Buch Nubila: Das Erwachen (Rezension) bekommen kann.

Eine nette Unterhaltung für einen kalten Nachmittag auf dem Sofa, vor dem Kamin oder wo auch immer ihr im Herbst gerne lest.

4 von 5 Sternen

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