Dienstag, 4. September 2012

Echte Freunde find ich super!


Jeder von uns hatte eines, die meisten haben ihres sicher noch im Schrank. Ich habe ehrlich gesagt drei Freunde-Bücher bei meiner Mutter im Schrank stehen.






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Nun gibt es im Groh Verlag ein Freundebuch mit einem neuen Design. 

Die Anspielung auf Facebook ist dabei nicht zu übersehen, angefangen von der blauen Farbe. Die Fragen auf den einzelnen Freunde-Seiten sind großenteils mit den „üblichen“ Fragen identisch. Es gibt aber auch Fragen, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Name, Hobbys, Aversionen, Träume, etc. Anders allerdings ist, dass es auf jeder Seite einen Kasten gibt, in dem auch andere Freunde ihren Kommentar zu dem entsprechenden Freund abgeben dürfen. 

Auffallend finde ich hier, dass das Buch sehr viele Seiten hat. Es gibt also Platz für 40 Freunde (ich habe gezählt), dann folgen ein Geburtstagskalender und die sogenannte „Freestyle-Pinnwand“.
 
Ich gebe zu, dass ich bisher noch niemanden meiner Freunde gebeten habe, sich in das Buch einzutragen. Das liegt nicht daran, dass ich keine Freunde habe, sondern schlichtweg daran, dass ich es andauernd vergesse, das Buch mal mitzunehmen.














Es gibt auf den Freundeseiten drei verschiedene Designs mit jeweils unterschiedlichen Fragen.














Hier noch mal ein paar der etwas außergewöhnlicheren Fragen:

 Was ich mir abgewöhnen sollte:
... und angewöhnen.

Meine Antworten wären wohl: 1. Lästern und 2. Klappe halten...







Wenn ich ein Star wäre, wäre ich...
... und DU wärst








Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein(e)... und DICH sehe ich als:



Woran ich mich in 5 Jahren noch gern erinnern möchte:
Und was ich lieber vergessen würde:











Im Großen und Ganzen finde ich die Idee der Kommentare gut. Aber (vielleicht habe ich auch nur einen Denkfehler) der erste, der reinschreibt, kann weder sehen, was andere zu ihm schreiben, noch selbst andere Seiten kommentieren. Man müsste das Buch doch dann immer und immer wieder rumgehen lassen, damit jeder sehen kann, was die anderen geschrieben haben und auch selbst bei anderen  seinen Spruch loswerden kann. Gut gefällt mir auch die Freestyle-Pinnwand am Ende des Buches.

Ich vermute, dass durch die Facebook-Anspielung mit diesem Buch etwas ältere „Kinder“ (aka Teens) angesprochen werden sollen, aber ich weiß nicht, ob das vielleicht nicht doch nach hinten losgeht. Ich habe meine Freundebücher in den Klassenstufen 1-6 betrieben. Ich hoffe, dass kein Kind in der 6. Klasse einen Facebookaccount hat und somit die Anspielung versteht. Und ganz ehrlich? Wer von den 13 plus-„Lesern“ möchte ein Freundebuch anlegen? Andere Freundebücher haben bestimmte Themen wie Prinzessinnen, Pettersson und Findus, Hello Kitty, Prinzessin Lillifee, etc. Diese sind passender zur Zielgruppe als dieses Facebook-Design.

Auch finde ich den Titel nicht sehr glücklich gewählt. „Echte Freunde find ich super.“ Klar, echte Freunde sind gut. Aber es klingt wie eine sehr krasse Kritik gegen diejenigen, die auf Facebook 400 Freunde haben, die sie noch nie gesehen haben. Cyberfreunde sind auch nicht so gut wie echte. Dem stimme ich voll zu, aber ich glaube, dass gerade die – vielleicht? – angesprochene Zielgruppe der Jugendlichen da sehr kritisch reagiert.

Preisvergleiche auf den typischen Bücher-Kaufseiten zeigen, dass dieses Buch mit einem Preis von 9,95€ so teuer ist, wie der große Schnitt der Freundebücher. Ich persönlich würde meinen Kindern aber wohl doch lieber eines mit Piraten- oder Prinzessin Lillifee-Motiv kaufen.
Die Idee ist ganz gut, aber es hapert an der Umsetzung. Daher von mir leider nur

2,5 von 5 Punkten

Trotzdem vielen Dank an den Groh Verlag GmbH und natürlich auch Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Buches. Kaufen kann man es übrigens hier.

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