Montag, 27. August 2012

Das Erbe der Schatten: Emily - Anna Lena VALERA


Gegen den Willen ihrer Eltern macht sich Emily auf den Weg nach Oxford, um dort Geschichte zu studieren. Anstatt sich jedoch auf ihr Studium konzentrieren zu können, muss sie lernen, dass sie nicht das gewöhnliche Mädchen ist, für das sie sich immer hielt.
Sie gerät in den Bann von David, der trotz seiner Unnahbarkeit eine ungeheure Anziehungskraft auf sie ausübt. In seiner Nähe entwickelt sie bisher ungeahnte Fähigkeiten, von denen sie nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Der Kampf gegen die Schatten der Vergangenheit hat begonnen …

Quelle: amazon.de


Emily, Kind englischer Eltern, die nach Deutschland ausgewandert sind, beginnt ihr Studium in Oxford. Dort lernt sie Ben kennen, den Sohn einer früheren Freundin ihrer Mutter. Sie findet ihn zu Beginn anziehend, ist dann aber schnell von seiner übertriebenen Fürsorge genervt. Er will ihr vorschreiben, mit wem sie sich abgeben darf und mit wem nicht. Für wen hält er sich?

Denn sie begegnet David, der düster und gefährlich erscheint. Er scheint sich für sie zu interessieren und Emily verfällt ihm mit Haut und Haaren.

Jeder der beiden warnt sie vor dem jeweils anderen, doch wem kann sie wirklich vertrauen?

Was mich am Anfang verwundert hat, ist: Ich habe zwei Männer. Einer düster, offensichtlich gefährlich und irgendwie negativ geheimnisvoll. Einer ist nett, offen, hilfsbereit. Wem wendet man sich da zu? Natürlich (*Ironie aus*) dem ersteren. Das ist zwar überhaupt nicht logisch, dafür wäre ansonsten die Geschichte ja schon zu Ende, bevor sie angefangen hat.

Nicht direkt gestört, aber doch stutzig gemacht, hat mich auch, dass unsere Protagonistin hier im Laufe des Buches magische Eigenschaften entwickelt. Da hebt sie den Arm hoch und schwupps kommt da ein helles Licht. Und sie bemerkt recht schnell, dass sie es ist, von der das Licht kommt, aber sie fragt nicht ein einziges Mal, wieso sie das kann. Wenn ich auf einmal Lichtblitze aus meinen Händen schießen kann (oder auch Spinnennetze…), dann wäre ich erst mal ziemlich panisch. Emily nicht. Ist halt so. Sie fragt auch nicht, wieso sie das kann. Einfach mal hinnehmen.

Ansonsten fand ich das Buch ganz wunderbar. Es gab Action, spannende Momente, lustige Momente, es gibt eine Liebesgeschichte, auch die Dreiecksgeschichte fehlt hier nicht. Die Figuren sind trotz der Undurchschaubarkeit glaubwürdig. Der Sprachstil ist flüssig, leicht zu lesen und gut verständlich.

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte in sich geschlossen, aufgrund des Titels vermute ich allerdings, dass noch weitere Teile (vielleicht mit einer anderen Figur als Protagonisten?) folgen werden. Warum sollte sonst Emilys Name als Zusatz im Titel auftauchen.

Wenn es so sein sollte, freue ich mich auf einen zweiten Band.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal der Autorin danken, die mir dieses tolle eBook zur Verfügung gestellt hat.


3,5 von 5 Sternen

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