Freitag, 22. Juni 2012

Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown - Anne Helene BUBENZER



Ein kleiner Bär mit einem großen Herzen lässt sein Leben Revue passieren. Und er zeigt uns: Liebe ist eine Sprache, in der ohne Worte alles gesagt werden kann. Henry N. Brown wird am 16. Juli 1921 als Teddybär geboren. Er erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird. So beginnt ein Leben, wie es turbulenter nicht sein kann. Eine Odyssee durch Europa: durch England, Frankreich und Deutschland, Norwegen, Italien und Ungarn. Durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden, durch Höhen und Tiefen - gesehen durch die Augen und erlebt mit dem Herzen eines Teddybären. Auch Augenblicke höchster Gefahr bleiben Henry nicht erspart: Immer wieder geht er verloren, verliert er die Menschen, denen er Trost und Liebe schenkt, erlebt er Flucht und Rettung. In einem Paket kommt er ins Beaujolais, wo er beinahe in einem Weinfass ertrinkt und fast bei einem Waldbrand von den Flammen erfasst wird. Er verbringt lange Jahre als Hotelteddy in Florenz, doch immer wieder ist er auch Augenzeuge großer historischer Ereignisse. Bis er nach Wien gelangt und kurz vor dem Jahrtausendwechsel in einem Bären- und Puppenladen ein letztes Mal den Besitzer wechselt. Wie jeder Teddy ist auch Henry sprach- und bewegungslos. Er verbringt sein Leben als Zuhörer. Er ist den Menschen ein Spiegel. Er gibt ihnen all das, was sie nirgendwo anders finden. Er macht ihnen ihr Herz leichter. Henry N. Brown hat vieles erlebt und alles kennengelernt: Angst und Hoffnung, Einsamkeit und Trost, Sehnsucht und Glück. Doch während all der Jahre hat niemand entdeckt, dass Henry einen kleinen Gegenstand in der Brust trägt, den er für sich immer nur "Die Liebe" nennt. Ein Geheimnis, das er sein ganzes Leben lang bewahrt und das nicht einmal er selbst kennt. Ein Geheimnis, das ihn von allen anderen Bären unterscheidet ...
inspirierende Lektüre für alle, die über ihr Leben nachdenken wollen und auf der Suche nach Erkenntnis und spiritueller Erfahrung sind.
(Quelle: amazon)





 
Ja, so war das. Diese Beschreibung ist ja recht lang, aber dafür zumindest mal korrekt.

Im England in den frühen 1920er Jahren wird Henry von Alice, einer Weltkrieg 1- Witwe, in Bath genäht und mit der „Liebe“ versehen, doch was es ist, wissen wir nicht. Zu Weihnachten besucht Alice dann ihre Schwester in London und nimmt den Teddy mit, um ihn ihren Nichten und Neffen zu schenken. Doch es kommt, wie es kommen muss. Alice verliert Henry im Chaos auf dem Paddington Bahnhof. Es beginnt für ihn eine turbulente Reise durch verschiedene Hände, Länder und Zeiten.

Am Anfang kam die Geschichte nicht wirklich in Schwung. Ich habe zwischendurch überlegt, ob ich das Buch abkürze und direkt zum letzten Kapitel springe, um zu wissen, was denn „die Liebe“ in seinem Körper ist. Ich habe das noch nie gemacht, aber ich war kurz davor.

Ich habe es dann doch nicht gemacht und bin noch nicht sicher, ob das gut war. Am meisten berührt hat mich Henrys Zeit im Zweiten Weltkrieg. Er hat die Anfänge des Krieges in Paris verbracht. Die Angst der Leute vor den Deutschen war deutlich zu spüren, die Ungewissheit, die Panik. Als Henry dann von einem deutschen Soldaten gefunden wird, glaubt er, dass nun alles vorbei ist. Er ist in Kriegsgefangenschaft geraten. Beim großen Feind. Er will den Soldaten, Friedrich, hassen, er ist ja ein Monster. Alle Deutschen hassen Kinder. Das hat er gelernt. Doch er stellt fest, dass nicht alle Deutschen Monster sind und viele einfach nur die Befehle des Führers ausgeführt haben, um ihr eigenes Leben und das ihrer Liebsten zu retten.

Henry hatte auch Besitzer, die er nicht mochte. Manchmal waren es die Eltern, manchmal aber auch die Kinder. Andere Besitzer liebt er abgöttisch. Wieso er die einzelnen Leute mag oder nicht, ist durchaus plausibel dargestellt. Er ist auch nicht "doof", wenn sich jemand falsch verhält, ändert er seine Meinung auch mal.

Der Großteil des Buches besteht eben aus diesen Geschichten aus der Vergangenheit, wie er von einer Hand in die nächste kam, was er jeweils bei den Leuten erlebt hat. Zwischendurch gibt es immer wieder Momente aus der Gegenwart, da musste ich immer erst mal zweimal lesen, bis ich verstanden hab, was los ist und wo wir uns jetzt befinden.  Aber nachdem ich das dann begriffen hatte, war es ganz ok und nicht mehr so verwirrend.

Die längste Zeit hat er bei Isabelle verbracht, die in Frankreich aufwuchs und dann nach Italien zog. Ich fand es hier etwas affig, dass Henry sich in Isabelle verliebt und sich aufführt, wie ein eifersüchtiger Mann, als diese in Italien einen Jungen kennenlernt und ihrem Bär erzählt, dass sie sich verliebt hat. Mal davon abgesehen, dass Isabelle mit 25 Jahren noch jede Nacht mit ihrem Teddy schläft, aber der Teddy verliebt sich in sie? Na, ich weiß nicht…

Ich bin mir ehrlich gesagt, unschlüssig, wie ich das Buch bewerten soll. Es war nicht schlecht, es war aber auch nicht gut. Es hat mich nicht wirklich gepackt (bis auf die 2. WK-Zeit), und ich bin sehr froh, dass ich es endlich durch habe.

Ich glaube... 
3 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Echt?! "Nur" 3 Sterne?!
    Oke... ich glaube dann werde ich es mir nicht holen...
    Naja, eig ist HP orange aber ich hab kein anderes mehr gefunden...
    Hast du deine Meinung mit Hexe Lilli schon geändert??

    LG
    Weisselilie

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    1. Meine Mama fand es besser und bei LovelyBooks sind die Meinungen ja auch größtenteils 5 Sterne...
      Ich nehm die Lillis nicht :-)

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    2. Oh... schade :)
      Ich weiß nicht... ich glaub ich lass das Buch erst mal sein...

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    3. Hey :)
      Ich bins wieder und hab das Buch jetzt doch gelesen :) ICh fand es fantastisch! Etwas total neues :) Aber die Meinungen gehen ja zum Glück auseinander.

      HP wäre eine coole Schullektüre gewesen :) Über ein paar von deinen mussten Klassenkameraden Referate halten (zum Glück nicht ich) und die Geschichte mit dem "Vorleser" puh.. das scheint wirklich gewöhnungsbedürftig gewesen zu sein :D

      Schönes Wochenende
      Weisselilie

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  2. Eine schöne Rezension ^^ Bei dem Buch muss ich immer gleich an die rührende Videorezension von Kossi denken. ^^
    Das ist ein total süßer Blog, ich habe ihn erst jetzt entdeckt und finde ihn richtig schön :)

    Liebe Grüße
    http://buchgedankenwelt.blogspot.de/

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  3. Hallo Christina,

    erstmal bin ich Leser deines Blogs geworden ;-)

    Und nun zu dem Wanderbuch-Rezeptbuch.
    1. Ich würde sagen das Maximal 2 Rezepte ins Buch sollten, da es sonst so schnell voll ist.

    2. je nach dem wann du an der Reihe bist mit dem Buch, kannst du dir ja auch die Rezepte der anderen gern da raus schreiben und ich werde auch ab und an eines davon in meinem Blog vorstellen :-)

    Wenn du noch mehr wissen magst, frag mich einfach. Ansonsten bräuchte ich nur noch deine Adresse :-)

    Liebe Grüße
    Scatty

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  4. Ich habe das Buch auch gelesen und fand es an einigen Stellen eher langatmig und auch etwas langweilig aber dennoch fand ich die Geschichte mit Henry irgendwie berührend und auch nachdenklich.

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  5. Hey, danke für deinen Hinweis XD Hab nicht wirklich nochmal drüber geschaut, einfach nur abgetippt und los gepostet XD Ich verbessere es, aber versprechen kann ich nichts XDDD LG Hanna

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  6. So habs ausgebessert ^^ Man da waren echt viele Leichtsinnsfehler drin XDDD Hier nochmal die verbesserte Rezi --> http://hannaslovelybooks.blogspot.de/2012/06/geliebte-der-nacht-von-lara-adrian.html ^^ Danke nochmal für den Hinweis ;*

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