Samstag, 19. Mai 2012

Leider schon vergeben! - Jessica FOX

Verliebt, verlobt, vergeben! Auf dem Junggesellinnenabschied von Ferns bester Freundin geht es erwartungsgemäß feucht-fröhlich zu. Statt eines Strippers ist diesmal jedoch eine Wahrsagerin engagiert worden. Und die weiß verblüffend gut Bescheid über das Leben der jungen Frauen. Vor allem Fern interessiert sich für die Prophezeiungen der Kartenlegerin. Sie ist seit langem Single und will jetzt endlich wissen, wann sie ihren Traummann erwarten darf. Die überraschende Antwort: Sie kennt ihn schon – hat ihn jedoch entwischen lassen! Wo kann er bloß stecken, der unauffällige Traummann?



Was tut man, wenn die Wahrsagerin einem so etwas sagt? Du kennst deine wahre Liebe, aber du hast ihn gehen lassen. Fern tut das, was wohl jede Frau an ihrer Stelle tun würde. Sie geht die Liste ihrer Ex-Freunde durch. Am Ende bleiben drei potentielle Traummänner übrig. Zum einen Luke, ihre erste große Liebe, mit dem sie während des Studiums zusammen war. Luke ist mittlerweile ein Hollywood-Star geworden und unerreichbar. Dann wäre da noch Matt. Matt, der beständige, immer für sie dagewesene Tierarzt, der sie hatte heiraten wollen. Und Seb, der sie mit seiner Kollegin betrogen hat.
Fern ist wirklich ein Tollpatsch. Ich glaube, nicht mal mir passieren so viele blöde kleine Unfälle. Aber ich finde, es macht sie sehr sympathisch. Endlich mal eine Protagonistin, die eben nicht perfekt ist. Gut, sie ist schlank, hübsch, sexy. Aber zumindest ist sie nicht perfekt.
Fern katapultiert sich in peinliche Situationen, und all das nur, um herauszufinden, welcher dieser drei Ex-Freunde der Eine hätte sein können.
Mich hat es gefreut, dass hier nicht von Anfang an klar war, mit wem Fern am Ende glücklich werden kann, wie es bei so vielen Romanen leider der Fall ist. Nicht so toll fand ich allerdings Ferns übertriebene Selbstzweifel á la „ich bin so fett und mein ganzer Körper schwabbelt“. Mein Gott, die Frau trägt Größe 36/38. Da kann nix schwabbeln. Es sei denn, sie ist nur einen Meter groß. Aber da mehr als einmal ihre sexy, langen Beine erwähnt werden, kann das wohl nicht stimmen.
Trotz allem ist es ein witziges Buch, das mir einen schönen Samstag Nachmittag beschert hat und ich kann es nur weiter empfehlen.

4 von 5 Sternen

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